Pressemeldung der FDP Mainz-Laubenheim vom 9. Mai 2003

FDP „stinke sauer“ auf weiteren Stellenabbau bei Heidelberger Zement

Das Laubenheimer Ortsbeiratsmitglied der FDP und stellvertretender Ortsvorsteher, Walter Koppius ist „stinke sauer“ auf den weiteren Stellenabbau bei Heidelberger Zement in Weisenau.

Der Erhalt der über 300 Arbeitsplätze zu Beginn des Erweiterungsverfahrens war immer ein wichtiges Argument von Heidelberger Zement und die Erweiterungsbefürworter des geplanten Ausbaus des Steinbruchs auf der Laubenheimer Höhe.

Dass dieses Versprechen nur eine leere Worthülse war hatten die Laubenheimer FDP wie viele andere auch, so z.B. der „Verein zur Erhaltung der Laubenheimer Höhe“, der Werksleitung vorgeworfen, und wir hatten Recht, so Koppius.

Zirka 20% der Stellen sind in wenigen Jahren schon abgebaut worden und dies soll noch weitergehen.

Heidelberger Zement verspielt sich jeglichen Kredit, so Koppius. Neben dem Skandal wegen verbotener Preisabsprachen jetzt auch noch der Wortbruch bei den Arbeitsplätzen. Wie kann man dann da den Versprechen zur geplanten Renaturierung trauen, fragt sich Koppius.

Im übrigen ist Koppius weiterhin davon überzeugt, dass ein so riesiges neues Abbaugebiet nicht in das Mainzer Landschaftsbild passt und dass es einen gravierenden Verstoß gegen den Eingemeindungsvertrag Laubenheims darstellt. Hier heißt es nämlich, dass nur mit Zustimmung der Laubenheimer Bürgerinnen und Bürger ein solches Projekt wie die Steinbrucherweiterung möglich sein darf.

Der gesamte Laubenheimer Ortsbeirat hat sich gegen die geplante Erweiterung ausgesprochen doch rechtliche Wirkung hat dies überhaupt nicht.

Als einen weiteren Skandal bezeichnet es Koppius, dass die Stadt für jeden Widerspruch gegen die geplante Steinbrucherweiterung 510 € verlangt.

Hier zeigt sich die Machtlosigkeit der Bürger und eines Ortsbeirates und die Politikverdrossenheit wird sich so noch vergrößern, ist Koppius sicher.

ViSdP: Walter Koppius
Vertreter der FDP im Ortsbeirat